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12. Juni 2026, München

Gesundheitsreform 2027: Versicherungskammer sieht neue Perspektiven für private Krankenversicherung

Die Bundesregierung treibt mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz eine
umfassende Reform des Gesundheitswesens voran. Dazu wurde heute ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Bundestag und Bundesrat beraten.
Klaus G. Leyh, Vorstandsvorsitzender der Kranken- und Reiseversicherer im Konzern Versicherungskammer, kommentiert den aktuellen Stand der Gesundheitsreform: „Die Reform adressiert eine Finanzierungslücke in der gesetzlichen Krankenversicherung und ist damit grundsätzlich notwendig. Kritisch sehen wir jedoch, dass mit der geplanten außerordentlichen Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze und der Versicherungspflichtgrenze für freiwillig Versicherte in der GKV eine spürbare finanzielle Mehrbelastung entsteht, während der Wechsel in die PKV gleichzeitig deutlich erschwert wird. Damit wird in die Wahlfreiheit der Bürgerinnen und Bürger eingegriffen. Aus unserer Sicht braucht es eine Reform, die das duale System aus GKV und PKV stärkt und unser Gesundheitssystem zukunftsfest macht.“

Reform mit spürbaren Auswirkungen für Versicherte

Hintergrund der Reform ist eine wachsende strukturelle Finanzierungslücke in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ohne Gegenmaßnahmen würden die Beitragssätze deutlich steigen. Durch die geplanten Regelungen sollen Ausgaben begrenzt, Effizienzpotenziale gehoben und Fehlanreize im System reduziert werden. Diese Eingriffe werden viele gesetzlich Versicherte finanziell und leistungsmäßig spürbar treffen. Zugleich wird der Zugang zur privaten Krankenvollversicherung durch die höhere Versicherungspflichtgrenze erschwert.

Private Vorsorge gewinnt weiter an Bedeutung

Die Versicherungskammer sieht erhebliche Chancen in der privaten Kranken- und Krankenzusatzversicherung: Während Zusatzversicherungen den gesetzlich Versicherten ermöglichen, entstehende Leistungslücken gezielt zu schließen, bietet die private Vollversicherung all jenen, die sich privat versichern können, einen zuverlässigen Versicherungsschutz – mit generationengerechter Absicherung und dem Vorteil, dass der garantierte Leistungsumfang nicht einseitig gekürzt werden kann. „Die Entwicklungen in der gesetzlichen Krankenversicherung sprechen für eine selbstbestimmte, ergänzende Vorsorge. Die private Krankenversicherung ermöglicht es, den eigenen Gesundheits- und Vorsorgestandard auch langfristig auf einem hohen Niveau zu halten und mögliche Lücken im Versicherungsschutz zu schließen“, so Klaus G. Leyh. „Unser Anspruch ist es, unseren Kundinnen und Kunden in einem sich verändernden Umfeld Verlässlichkeit zu bieten: mit passenden Krankenvoll- und Zusatzversicherungen, transparenter Beratung und langfristig tragfähigen Lösungen. 2026 nutzen wir intensiv zur Vorbereitung, um optimal aufgestellt zu sein.“

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Ansprechpartner zum Thema:

Nicole Schmieder

Unternehmenskommunikation
Konzern Versicherungskammer
+49 89 2160 2655 nicole.schmieder@vkb.de

Konzern Versicherungskammer

Der Konzern Versicherungskammer ist bundesweit der größte öffentliche Versicherer und befindet sich unter den Top 10 der Erstversicherer in Deutschland. Mit seinen regional tätigen Gesellschaften ist das Unternehmen in Bayern, der Pfalz, im Saarland sowie in Berlin und Brandenburg tätig. Der Krankenversicherer der S-Finanzgruppe ist zusammen mit den anderen öffentlichen Versicherern bundesweit tätig. Von großer Bedeutung ist das gesellschaftliche Engagement des Konzerns Versicherungskammer. Die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategie der Förderung ehrenamtlicher Einrichtungen und Initiativen, die insbesondere im Bereich der Prävention und Sicherheit tätig sind, wird seit einigen Jahren zusätzlich gestärkt durch die beiden Stiftungen, Versicherungskammer-Stiftung und Versicherungskammer- Kulturstiftung. Zudem ist der Konzern Versicherungskammer bereits zum dritten Mal mit dem Zertifikat „Beruf und Familie“ als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet worden. Er hat rund 7.200 Beschäftigte, davon rund 300 Auszubildende.
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