Die Herausforderungen bei der Bewertung liegen zum einen in der Unsicherheit, Dynamik und Nicht-Linearität des Klimawandels sowie der Langfristigkeit. Das Network for Greening the Financial System (NGFS) – ein Netzwerk von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden mit dem Ziel, die Folgen des Klimawandels für Finanzsysteme zu analysieren – hat sich im Markt als Datenquelle für szenariobasierte Klimarisikoanalysen etabliert. Daher basieren auch unsere Berechnungen für folgende Szenarien auf den Klimadaten des NGFS:
Delayed Transition: Das NGFS geht von einer verzögerten Umsetzung klimapolitischer Maßnahmen bis zum Jahr 2030 aus, die danach abrupt und ungeordnet erfolgen. Das Ziel, die Netto-CO2-Emissionen auf Null zu senken, wird erst nach dem Jahr 2070 erreicht, erlaubt aber eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter 2° Celsius. In diesem Szenario ergeben sich kurzfristig erhebliche makroökonomische Verwerfungen, insbesondere kohlenstoffintensive Sektoren sind betroffen.
Current Policies: Hier unterstellt das NGFS, dass es keine weiteren klimapolitischen Maßnahmen über die bereits bestehenden hinausgeben wird. Infolge steigt die globale Erwärmung um bzw. auch über 3° Celsius und es wird zu chronischen Veränderungen physischer Variablen und zur Zunahme von Extremwetterereignissen kommen.
Quantitativ betrachten wir jeweils einen Zeitpunkt in den 2030er Jahren sowie 2050. Die Analysen führen wir regelmäßig im Zuge unseres Risikomanagements durch.